Frechen 20 – SC Fortuna Köln 2:3 (0:0)

Werbung in eigener Sache

Unsere erste Mannschaft hat sich im Testspiel gegen den Drittligisten Fortuna Köln von ihrer besten Seite gezeigt. Die Mannschaft von Micha Skorzenski hielt vor 500 Zuschauern auf dem Kunstrasenplatz des Kurt-Bornhoff-Sportparks über die komplette Spielzeit gut dagegen und zeigte eine überzeugende Leistung. Nach solider erster Halbzeit gingen die Zwanziger zu Beginn des zweiten Durchgangs durch einen Doppelschlag in Führung, ehe die Fortuna das Spiel drehte.

Unter den Augen von 500 Zuschauern liefen die beiden Mannschaften auf den Kunstrasenplatz im Kurt-Bornhoff-Sportpark ein und präsentierten ein Banner mit der Aufschrift “Frieden miteinander – Nous sommes charlie” – ein klares und starkes Statement zu den Ereignissen in Paris vor wenigen Tagen. Nachdem Prinz Joachim I. den Anstoß ausgeführt hatte, wurde auch Fußball gespielt.

Der Gast aus der Kölner Südstadt übernahm von Beginn an die Kontrolle über die Partie und hatte viel Ballbesitz. Die Zwanziger taten sich in den Anfangsminuten schwer in ihren gewohnten Spielrythmus zu finden. Schnelle Ballverluste prägten das Spiel des Landesligisten. Nach einer Viertelstunde trauten sich die Schwarz-Weißen mehr zu und begannen ihr gewohntes Spiel aufzuziehen. Die Fortuna hatte gegen die gut organisierte Defensive sichtlich Probleme und kam erst nach einer knappen halben Stunde durch Torjäger Johannes Rahn zur ersten Möglichkeit. Fabian Menningen im Frechener Tor war jedoch zur Stelle (28.). Acht Minuten später war es erneut Rahn, dessen Kopfball nach einem Freistoß von Julius Biada das Tor jedoch knapp verfehlte (36.). Die beste Chance der ersten Halbzeit hatten mit dem Pausenpfiff die Frechener. Nach einem Steilpass von Sebastian Brüggen konnte sich Felix Stengele im Strafraum zwar behaupten, setzte den Ball aber knapp neben den Pfosten (45.).

Zu Beginn des zweiten Durchgangs tauschte Trainer Micha Skorzenski gleich neunmal. Sein Gegenüber Uwe Koschinat brachte mit Kusi Kwame, sowie dem zweitligaerfahrenen Thiemo-Jerome Kialka zwei frische Kräfte. In der zweiten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse.
Kurz nach Wiederanpfiff stand Damiano Pellegrino nach Hereingabe von Stefan Caspari plötzlich frei vor Fortuna-Schlussmann Pascal Wichmann und schob aus kurzer Distanz zur umjubelten Fürhrung ein (48.). Nur zwei Minuten später gelang Onur Türkmen der schönste Treffer des Nachmittags. Ein Eckball der Zwanziger wurde in den Rückraum abgewehrt, wo Türkmen den Ball aus 30 Metern unhaltbar für Wichmann im Winkel versenkte (50.).

Die große Überraschung bahnte sich an – doch dann zeigte der eingewechselte Thiemo-Jerome Kialka, unter anderem schon für Jahn Regensburg in der zweiten Bundesliga aktiv- seine Klasse. Zunächst brachte der Mittelfeldspieler die Südstädter nach Querpass von Lars Bender aus kurzer Distanz wieder heran (55.). Nur kurze Zeit später wurde er im Strafraum von Geburtstagskind Kai Euler, der ansonsten ein starkes Spiel machte, gelegt. Schiedsrichter Michael Olligschläger entschied berechtigterweise auf Strafstoß, den Kialka selbst zum Ausgleich verwandelte (58.). Wiederum nur drei Minuten später hatte die Koschinat-Elf das Spiel endgültig gedreht. Nach erneuter Vorarbeit von Bender war es diesmal Marco Ban, der aus zehn Metern einschoss (61.).

Die Spielvereinigung brauchte nun ein paar Minuten um die schnellen Gegentreffer zu verdauen und hatte Glück, als Kialka aus guter Position nur die Hintertorstange traf (66.). Doch Frechen fing sich wieder und hielt weiterhin mit viel Leidenschaft dagegen. Zehn Minuten vor dem Ende hatte Antonio Stojkovski den erneuten Augleich auf dem Fuß, sein Schlenzer ging jedoch knapp am langen Eck vorbei (80.). In der Schlussminute verhinderte Frechens Torwart Stefan Kühlborn gegen Marco Ban das 2:4 (90.).

Trainer Micha Skorzenski:
“Wir sind am Anfang nicht gut ins Spiel reingekommen und hatten viele Ballverluste. Wir waren nicht mutig genug. Nach einer Viertelstunde kamen wir besser rein und konnten unser Spiel aufziehen. Wir waren gut organisiert und konnten auch läuferisch mithalten. Insgesamt betrachtet haben wir Werbung in eigener Sache gemacht, auch wenn die Gegentore ärgerlich und zu einfach waren. Daran werden wir weiter arbeiten.”

Die Aufstellungen:

Frechen 20: Menningen (ab 46. Kühlborn), Reiter, Euler, Niang (ab 46. Caspari), Brasche (ab 46. Zäh), Link (ab 46. Türkmen), Naso (ab 60. Stojkovski), Kayirtar (ab 46. Puzzo), Stengele (ab 46. Pellegrino), Nospak (ab 60. Brockhaus), Brüggen (ab 46. Friesdorf)

Fortuna Köln: Wichmann, Flottmann, Pazurek, Engelman, Vella, Bisanovic, Biada, Bender, Stojanovic (ab 46. Kwame), Rahn (ab 46. Kialka), Ban

Schiedsrichter: Olligschläger (Köln), Servos, Menzel

Zuschauer: 500

Tore:
1:0 Pellegrino (48.)
2:0 Türkmen (50.)
2:1 Kialka (55.)
2:2 Kialka (FE/ 58.)
2:3 Ban (61.)

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