Der Spitzenreiter ist eine Nummer zu groß

Die Zwanziger unterliegen beim FC Wegberg-Beeck trotz mehr als ordentlicher Leistung letztlich klar mit 0:3 (0:1) und feiern trotzdem den Klassenerhalt.

Am Freitagabend gastierte unsere Erste Mannschaft im Beecker Waldstadion beim FC Wegberg-Beeck. Während der Spitzenreiter nach der Niederlage in Siegburg am vergangenen Wochenende gehörig unter Zugzwang stand, um im Aufstiegskampf keine Federn zu lassen, konnten die Zwanziger die Partie nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen ohne Druck angehen. Einzig die personelle Situation verschärfte sich vor Spielbeginn zusätzlich. So gesellten sich zum bekannten Lazarett auch die beiden Torhüter Patrick Nettekoven und Tobias Zillken. Schließlich stand Co-Trainer Deniz Akray zwischen den Pfosten und machte seine Sache gut.

Die Zwanziger begannen vor den rund 200 Zuschauern aggressiv und liefen den Gegner früh an. Während die Gastgeber damit in den ersten Minuten noch ihre Mühen hatten, gelang es ihnen sich mit zunehmender Spielzeit immer besser zu befreien, sodass der Spitzenreiter die Partie nach rund einer Viertelstunde zwar kontrollierte, nicht aber zu Möglichkeiten kam. Das änderte sich kurz darauf. Nach einem Ballverlust der Spielvereinigung ging es plötzlich ganz schnell. Über drei Stationen landete der Ball im Strafraum bei Kapitän Maurice Passage, der diesen aber freistehend über das Tor schoss (24.). Fünf Minuten später zeigte Schiedsrichter Richard Geyer auf den Punkt, nachdem Marco Ban den Wegberger Musashi Fujiyoshi im Strafraum zu Fall gebracht hatte. Akray im Tor ahnte zwar die richtige Ecke, doch der Schuss von Armand Drevina war zu platziert (31.).

Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, stand schon wieder ein Wegberger Stürmer frei vor Akray, Shpend Hasani scheiterte aber aus zehn Metern an der Unterkante der Latte (32.). In der Folge beruhigte sich das Geschehen auf dem Rasen, sodass die Zwanziger mit einem 0:1-Rückstand in die Kabine gingen. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Wegberg kontrollierte das Geschehen, die Gäste hielten so gut es ging dagegen. Umso bitterer, dass ein individueller Fehler die Entscheidung brachte. Eine Unsicherheit in der Frechener Hintermannschaft nutzte Hasani zum zweiten Wegberger Treffer (51.). Doch der negative Höhepunkt aus Sicht der Zwanziger sollte noch folgen. Nach einem Pass in die Tiefe ging Hasani im Laufduell mit Mikko Dornbusch nach einem leichten Griff an die Schulter zu Boden. Schiedsrichter Geyer wertete dies als Notbremse und schickte den Frechener Verteidiger mit der Roten Karte vom Feld. Den anschließenden Freistoß verwandelte Nils Hühne zum 3:0 (69.) – gleichbedeutend mit dem Schlusspunkt einer letztlich einseitigen Partie.

Kurz vor Abpfiff durfte Spiro Sachinidis – eigentlich Spieler der Zweiten Mannschaft – noch sein Debüt in der höchsten Spielklasse des Verbandes feiern. Trainer Micha Skorzenski schätzte die Niederlage beim Spitzenreiter nach dem Schlusspfiff realistisch ein: „Wir sind nicht in unser Pressing gekommen und zu oft hinterhergelaufen. Letztlich ist es eine verdiente Niederlage bei einem starken Gegner.“ Trotz der Niederlage liefen die Sonntags-Spiele in der Mittelrheinliga so, dass unsere Zwanziger vorzeitig den Klassenerhalt in der Mittelrheinliga geschafft haben. “Als Aufsteiger so frühzeitig mit so vielen Punkten die Klasse zu halten, das ist etwas ganz Besonderes”, sprach Skorzenski seiner Mannschaft und dem ganzen Verein ein großes Lob aus.

In der Kreisliga B Staffel 3 siegte die Zwanziger-Reserve beim SV Godorf mit 3:1 (1:1). Jonas Behrenbruch, Leon Zirpel und Niklas Falcke erzielten die Treffer. Unsere Dritte Mannschaft musste sich beim TSV Weiss III dagegen knapp mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Der Führungstreffer durch Florian Langer reichte nicht zum Punktgewinn.

#WirfürFrechen
#AufgehtsZwanziger

Mikko Dornbusch sah für eine Notbremse in Wegberg-Beeck die Rote Karte

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