Später, aber verdienter Teilerfolg

Den Zwanzigern gelingt im Heimspiel gegen den VfL Vichttal in der Nachspielzeit der hochverdiente Ausgleich zum dritten 1:1 auf eigenem Platz in Serie.

Trainer Micha Skorzenski hatte seine Schwarz-Weißen gut auf das eingestellt, was sie gegen den letztjährigen Aufsteiger aus Vichttal erwarten würde: ein körperlich robuster Gegner, der tief steht und auf Fehler lauert. Und genauso kam es. Die Zwanziger durften sich über viel Ballbesitz freuen und fast hätte der Vorteil in Sachen Spielanteile schon früh zu einer Frechener Führung geführt. Daniel da Silva besaß früh die erste Chance der Partie, doch sein Schuss aus halbrechter Position strich knapp am linken Pfosten des VfL-Tores vorbei (3.).

Auf der Gegenseite waren die Gäste zwar erfolgreicher, doch die vermeintliche Führung im Anschluss an einen scharf hereingetretenen Freistoß vom rechten Flügel zählte nicht, da sich der Torschütze am zweiten Pfosten im Abseits befand (6.). Auch wenn die Vichttaler insbesondere nach Ballgewinnen im Zentrum auch in der Folgezeit auch zu Abschlüssen kamen, die besseren Chancen besaßen die Gastgeber. Und eine Führung wäre spätestens verdient gewesen, als da Silva zunächst freistehend an VfL-Keeper Stehling scheiterte und Felix Krellmanns Nachschuss in letzter Sekunde noch zur Ecke abgeblockt wurde (12.). 

Bitterer Gegentreffer direkt nach der Pause
Den Torschrei auf den Lippen hatten die Frechener auch, als Marco Ban nach Vorlage von Krellmann zu einem sehenswerten Drehschuss ansetzte, doch wiederum verfehlte das Spielgerät nur knapp sein Ziel (15.). “Wir hatten in der ersten Halbzeit ein klares Chancenplus, haben es aber leider nicht geschafft uns zu belohnen”, analysierte Skorzenski, dessen Elf entsprechend motiviert aus der Kabine kam, aber im strömenden Regen prompt einen heftigen Rückschlag hinnehmen musste:Im Zentrum bekamen die Zwanziger keinen Zugriff, sodass ein Vichttaler Angreifer im Strafraum zum Abschluss kam. Zwar konnte die Hintermannschaft der Zwanziger diesen Schuss noch blocken, doch der Abpraller landete bei Yilmaz und der hatte aus kurzer Distanz keine Mühe mehr und traf zum 0:1 (50.).

Was für ein Fehlstart in den zweiten Durchgang, doch wieder einmal bewiesen die Schwarz-Weißen ihre hervorragende Moral. “Wir haben es geschafft, den Gegner phasenweise enorm unter Druck zu setzen, doch im Abschluss oder beim finalen Pass fehlten immer die entscheidenden Prozent”, so Skorzenski, der mitansehen musste, wie sich seine Elf zwar leidenschaftlich gegen die drohende Niederlage stemmte, dabei jedoch zwangsweise auch Räume anbot, die der VfL Vichttal in der Schlussphase zu einer möglichen Vorentscheidung hätte nutzen können. Doch es kam anders: Es lief schon die Nachspielzeit, da leitete der eingewechselte Max Huebner einen Angriff selbst ein, indem er da Silva auf der rechten Seite bediente. Dessen Flanke aus dem Halbfeld verpassten im Zentrum sowohl Krellmann als auch sein Gegenspieler und so kam Huebner, mittlerweile auf den zweiten Pfosten gelaufen, erneut ins Spiel und erzielte aus kurzer Distanz den letztlich verdienten Ausgleich (90.).

“Was die Anzahl der Torchancen angeht, waren wir dem ersten Saisonsieg heute so nahe, wie nie zuvor. Auch wenn wir uns nicht zu 100 Prozent belohnt haben, ziehe ich wieder den Hut vor der Moral und dem Einsatzwillen meiner Mannschaft. Genauso müssen wir weitermachen”, so Skorzenskis Fazit.

Dritte mit Kantersieg, Zweite spielt remis
Den Heimspieltag im KBS hatte unsere neuformierte dritte Mannschaft mit einem 7:1-Kantersieg über die Zweitvertretung des SC Glessen eingeleitet. Niklas Beschmann, Ricardo Oberlack (2), Christos Trimintzios, Andreas Pyde, Max Seit und Florian Langer erzielten die Tore.

Derweil reichte es für unsere Zweite Mannschaft im Derby der Kreisliga B gegen den GKSC Hürth II letztlich nur zu einem Zähler. Nach 90 Minuten stand ein 1:1 (0:0) zu Buche. Die Führung der Gäste konnte Kapitän Leon Zirpel per Foulelfmeter ausgleichen (83.).

#WirfürFrechen
#AufgehtsZwanziger

Lenhard Preis (r.) und die Zwanziger vergeben gegen Vichttal viele Chancen, erkämpfen sich aber einen Punkt

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